Dienstag, 17 Juli 2018
Notruf : 112

Archiv für November, 2017

Brandschutzerziehung der Kita „Huck Muck“ durch die Feuerweh Rethmar

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, dennoch sind die Brandschützer der Freiwilligen Feuerwehr Rethmar noch immer fleißig. So war die Kita Huck Muck aus Rethmar bei der Ortsansässigen Feuerwehr im neuen Feuerwehrhaus zu Besuch um einiges über die Feuerwehr zu lernen. Es wurde zum Beispiel auch schon den jüngsten erklärt, welche Telefonnummer im Notfall zu wählen ist und das am anderen Ende dieser Leitung ein normaler Mensch, beziehungsweise ein Feuerwehrmann der Berufsfeuerwehr Hannover an das Telefon geht.

So erklärte Michael Schulz, selbst Disponent bei der Berufsfeuerwehr Hannover, den Ablauf einen Notrufes und auf was zu achten ist.

Was nach diesem Notruf so alles passiert bei der Feuerwehr, wurde durch einen Film der Brandschutzerziehung gezeigt. So wurde dargestellt wie ein Feuerwehrmann über den Funkmeldeempfänger alarmiert wird und anschließend zum Feuerwehrhaus fährt. Dort angekommen muss er sich schnell umziehen. Dieses wurde dann durch Jannik Freitag auch noch mal in Wirklichkeit dargestellt, so dass die Angst den Kindern genommen werden soll, wenn ein Feuerwehrmann unter Atemschutz den Raum betritt.

Anschließend wurden mit großen Augen die Fahrzeuge der Feuerwehr unter die Lupe genommen. Es wurde erklärt wofür die Geräte der Feuerwehr da sind und was man damit macht. Diese Maßnahme soll den Kinder die Angst vor der Feuerwehr nehmen und die frühkindliche Erziehung fördern.

Mit strahlenden Augen verließen die Kinder das Feuerwehrhaus und man kann nur hoffen dass es vielleicht in naher Zukunft der Nachwuchs für die Freiwilligen Feuerwehren ist.

​Gefahrguteinsatz in Höver

Am gestrigen Abend kam es auf dem Gelände einer Speditionsfirma in Sehnde-Höver, Hannoversche Straße, zu einem Chlorwasserstoff aus einem Container. Aus ungeklärter Ursache war ein Behälter mit ca. 20 Liter Chlorwasserstoff leckgeschlagen. Eine Person wurde verletzt. Die umliegende Bevölkerung war zu keiner Zeit akut gefährdet.

Um 22:15 Uhr am gestrigen Abend meldet die Firma, dass Dämpfe aus einer Wechselbrücke steigen würden. Durch Mitarbeiter wurde die Wechselbrücke aus der Verladezone gezogen und die Feuerwehr alarmiert.

Daraufhin wurde die Ortsfeuerwehr Höver sowie die ABC- Messkomponente alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Wechselbrücke auf einer Freifläche vor der Umschlaghalle auf dem Firmengelände. Nach Informationen eines Betriebsangehörigen sollten sich 49 Behälter mit Chlorwasserstoff in der Brücke befinden. Umgehend ließ der Einsatzleiter das Alarmstichwort auf ABC 2 erhöhen. Daraufhin wurde ein Großaufgebot des ABC Zugs Region Hannover Ost, der Feuerwehren Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze zur ABC-Gefahrenabwehr in Marsch gesetzt. Weiter wurde eine sofortige Räumung der angrenzenden Lagerhalle veranlasst und der Brandschutz sichergestellt. Der Einsatzleiter legte ein Absperrradius von 50 Metern fest.

Die Feuerwehr begann umgehend mit Messungen an der LKW Brücke und Erkundungen der betroffenen Bereiche. Zur Erstmaßnahme wurden Hydroschilder aufgebaut ,mit dem das Niederschlagen der gut wasserlöslichen Dämpfe sichergestellt werden sollte. Zudem wurde ein Bereitstellungsraum am Feuerwehrhaus Höver eingerichtet.

Im weiteren Verlauf gingen Feuerwehreinsatzkräfte unter Chemikalienschutzanzügen zu der Brücke vor. Mit Hilfe eines Gabelstaplers wurden die Ladung entladen. Die Schwierigkeit bestand in der Lagerung der Versandstücke. Die beschädigten Behälter standen an der Stirnseite und konnten durch die Einsatzkräfte nicht eingesehen und erreicht werden. Dieses macht es erforderllich, dass sehr viele Chemikalienschutzträger zum Einsatz kamen. Gegen 01:20 Uhr war die Ladung soweit entleert, dass die Einsatzkräfte das beschädigte Gefahrgut bergen konnten. Es stellte sich dabei heraus, das ein 20l Behälter beschädigt und ausgelaufen war.

Durch das Personal des am Freitag neu in Dienst gestellten GW Dekon aus Bilm wurde das Personal sowie die Wechselbrücke dekontaminiert.

Um 03:15 Uhr entschied die Einsatzleitung der Feuerwehr aufgrund des Zustandes, dass die Einsatzmaßnahmen abgeschlossen sind und die beteiligten Einsatzkräfte mit dem Rückbau der Gerätschaften beginnen könnten. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Feuerwehr mit mehr als 130 Einsatzkräften und 45 Fahrzeugen rund 5 Stunden im Einsatz. Ein 37 jähriger Mitarbeiter wurde durch den Rettungsdienst ambulant behandelt.

Aufgrund der Massnahmen war die Ortsdurchfahrt in Höver von 22:15 Uhr bis 23:50 voll gesperrt. Zeitweise staute sich der Verkehr bis über das Postfrachtzentrum hinaus und bis zum Ortsausgang nach Ahlten. Gegen 00:00 Uhr wurde der Verkehr wieder freigegeben, dennoch stauten sich die LKW’s bis Anderten, da das Firmengelände weiterhin nicht befahren werden durfte.

 

Copyright Text und Bild: Stadtfeuerwehr Sehnde (Link)

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